Tübinger Vereinigung für Volkskunde e.V. (TVV) - Publikationen
Reihe "Studien und Materialien"
Band 40
Tanja Alexandra Küchle: Erlebensraum Festival. Ethnographische Erkundungen auf dem Southside Festival in Neuhausen ob Eck
(Studien und Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen
; 40)
2010 - 233 S. : Ill.
ISBN:
978-3-932512-64-3
Euro 17,00
TVV-Mitglieder: Euro 11,05 |
Inhalt:
Raum wird von Menschen gemacht, auch der Raum eines Festivals. Er ist ein Erlebnisraum – und einer kleinen Stadt sehr ähnlich. Es gibt eine Infrastruktur, klare Regeln und Gesetze sowie rund fünfzigtausend Menschen, die verschiedenen Gruppen angehören. Veranstalter bauen das Festival auf und halten es am Laufen. Besucher geben sich der Livemusik hin und feiern ausgelassen ihre Auszeit vom Alltag. Nicht selten verstoßen sie dabei gegen die ein oder andere Regel des Festivalraums.
Diese Ethnographie beruht auf der Feldforschung auf dem Southside Festival 2008 in Neuhausen ob Eck. Sie untersucht, wie der Raum dieses Rockmusikfestivals durch das Doing Space der verschiedenen Akteure zustande kam. Wie gestaltet sich der Erlebnisraum ‚Southside’ für die Veranstalter und für die Besucher? Wer hat die Macht der räumlichen Gestaltung?
Diese Arbeit verbindet Festforschung und Raumforschung. Die Basis dafür ist ein relationaler, phänomenologisch erweiterter Raumbegriff. |
Band 39
Isabel Dean: Die Musealisierung des Anderen. Stereotype in der Ausstellung „Kunst aus AFRIKA“
(Studien und Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen
; 39)
2010 - 160 S. : Ill.
ISBN
978-3-932512-60-5
14,00 Euro
TVV-Mitglieder:
9,10 Euro
|
Inhalt:
Ethnologische Ausstellungen werben für ein besseres Verständnis fremder Kulturen. Sie haben dabei immer wieder zu prüfen, inwieweit sie sich selbst von stereotypisierenden und rassifizierenden Vorstellungen gelöst haben. Die vorliegende Arbeit analysiert die Ausstellung „Kunst aus AFRIKA“ des Berliner Ethnologischen Museums und fragt, wie weiße Europäerinnen als das „Andere“ vorstellen.
Mittels einer „Dichten Beschreibung“ zeichnet die Autorin besonders aussagekräftige Displays und Objektarrangements nach und arbeitet mögliche Lesarten der Ausstellung heraus. Sie zeigt dabei exemplarisch die Schwierigkeiten und die Möglichkeiten musealer Präsentation auf, in einen „intelligenten Grenzverkehr mit dem Fremden“ (Sloterdijk) zu treten. |
Band 38
Leonie Fuchs: Räume, zurechtgemacht und zurechtgelebt. Eine empirische Studie zur schulischen Raumkultur
(Studien und Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen
; 38)
2010 - 196 S. : Ill.
ISBN:
978-3-932512-62-9
15,50 Euro
TVV-Mitglieder: 10,08 Euro |
Inhalt:
Zur Alltagskultur gehört auch die Raumkultur, das Zusammenwirken von Menschen und ihrer baulichen Umgebung. Die theoriegeleitete Ethnographie von Leonie Fuchs beleuchtet das Leben einer Schulgemeinschaft mit ihrem Schulgebäude. Sie lässt Lehrer, Eltern, den Hausmeister, vor allem aber auch die Schüler zu Wort kommen. Dabei geht es um Zugangsmöglichkeiten, um Kontrolle und Raumgestaltung.
Die Studie macht deutlich, wie sich in der Raumnutzung und Raumdeutung zwischenmenschliche Phänomene, etwa Interessengegensätze und Missverständnisse spiegeln. Und sie zeigt, welch große Bedeutung Grund- wie Hauptschüler ihrer schulischen Umgebung beimessen: Sowohl die Sprachkompetenz, mit der sie Einblick in ihre Raumbezüge geben, als auch die Fundiertheit ihrer Veränderungsvorschläge ist frappierend. |
Band 37
Reinhard Johler / Freddy Raphaël / Claudia Schlager / Patrick Schmoll (Hg.): Zwischen Krieg und Frieden. Die Konstruktion des Feindes. Eine deutsch-französische Tagung
(Studien und Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen
; 37)
2009 - 369 S. : Ill.
ISBN:
978-3-932512-54-4
23,00 Euro
TVV-Mitglieder: 14,95 Euro
|
Inhalt:
Dieser Band ist das Ergebnis einer deutsch-französischen Tagung. Sie wurde im Rahmen des interdisziplinären Tübinger SFB 437 „Kriegserfahrungen. Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit“ durchgeführt und spiegelt gleichzeitig die langjährige Zusammenarbeit der Abteilung „ Cultures et Sociétés en Europe“ der Straßbourger Université Marc Bloch mit dem Tübinger Institut für Empirische Kulturwissenschaft. Diese freundschaftliche Kooperation – so kann behauptet werden – hat ein Nachdenken über den Feind (hier über den benachbarten „Erbfeind“) und dessen Konstruktion erst möglich und produktiv gemacht.
Dabei wird in diesem Band keine einheitliche Definition des Feindes vorgegeben. Stattdessen wird in 17 Fallstudien – geordnet in den Kapiteln „Feind/Wissenschaft“, „Feind/Gesellschaft“, „Feind/Krieg“, „Feind/Typen“ und „Feind/Zukunft“ – dessen komplexe Konstruktion beschrieben und analysiert. |
Band 36
Stefan Rickmeyer: Nach Europa via Tanger. Eine Ethnographie
(Studien und Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen
; 36)
2009 - 128 S. : Ill., Kt.
ISBN:
978-3-932512-61-2
12,00 Euro
TVV-Mitglieder: 7,80 Euro
|
Inhalt:
Stefan Rickmeyers Studie betrachtet Europa mit den Augen von Afrikanern, die von Europa träumen. Sie stellt die Situation und die Sichtweisen junger Marokkaner und Westafrikaner, die in Tanger eine Einreisemöglichkeit nach Spanien suchen. Und sie verdeutlicht die mobilisierende Wirkung, welche die von zurückkehrenden Transmigranten kolportierte Erzählung vom nördlichen Paradies für junge Menschen in Afrika hat. Rickmeyers Beobachtungen und Gespräche verdichten sich in drei Migrantenbiographien, die verschiedene Migrationsmuster und Spielarten von Erfolg und Misserfolg nachzeichnen. |
Band 35
Dialekt und regionale Kulturforschung. Traditionen und Perspektiven einer Alltagssprachforschung / hrsg. von Lioba Keller-Drescher und Bernhard Tschofen
2009 - 250 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
ISBN:
978-3-932512-53-7
17,00 Euro
TVV-Mitglieder: 11,05 Euro
|
Inhalt:
"Dialekt und regionale Kulturforschung" enthält Beiträge zur Geschichte und zu Perspektiven einer nicht nur, aber überwiegend in Südwestdeutschland zu lokalisierenden regionalen Sprach- und Kulturforschung. Von der Wissenschaftsgeschichte über die Neubefragung historischer Sammlungen bis zur Beschäftigung mit der Rolle des Dialekts in Integrationsprozessen präsentieren die Aufsätze aktuelle Zugänge zu einem bisher vernachlässigten Forschungsfeld. Im Mittelpunkt des Interesses steht die Auseinandersetzung mit der Frage, was die dialektologischen Traditionen des Faches heute der Empirischen Kulturwissenschaft bedeuten und wie sich diese für die Fortentwicklung einer regionalen Kulturanalyse fruchtbar machen lassen. Der interdisziplinäre und länderüberschreitende Austausch von Expertinnen und Experten aus Sprach- und Kulturwissenschaft erarbeitet hierfür neue Grundlagen und richtet gleichzeitig einen Blick auf die vielfältige Praxis in diesem Feld. |
Band 34
Sandro Ratt: Die Dynamik des Stillgestellten. Heideggers Deutung der Kunst, museologisch gelesen
2009 - 132 S.
ISBN:
978-3-932512-59-9
12,00 Euro
TVV-Mitglieder: 7,80 Euro
|
Inhalt:
Zentrale Begriffe der aktuellen museumstheoretischen Diskussion über das Aussage- und Anmutungspotential authentischer Exponate korrespondieren mit Martin Heideggers Überlegungen zum „Ursprung des Kunstwerks“. Die vorliegende Abhandlung geht diesen Denkbeziehungen nach. Sie erörtert hierbei sowohl unseren Alltagsbezug zum Gegenständlichen als auch die Veränderung der Dinge im Zuge ihrer Musealisierung: Jenseits gewohnter Gebrauchszusammenhänge, als Bestandteile bewusst arrangierter Raumkonstellationen, bestechen sie den Betrachter durch ein Oszillieren zwischen Nähe und Ferne, Vertrautem und Fremdem, Sinn und Präsenz – das Stillgestellte zeitigt dynamische Wirkungen. |
Band 33
Claudia Eisenrieder: Arrangierte Autonomie? Über Eheerfahrungen von Migrantinnen türkischer Herkunft
2009 - 165 S. : Ill.
ISBN:
978-3-932512-52-0
14,00 Euro
TVV-Mitglieder: 9.10 Euro
|
Inhalt:
Dort Zwangsheirat und arrangierte Heirat, hier Liebesheirat – so lautet eine beliebte Grenzziehung zwischen islamischen Zuwanderern und deutscher Mehrheitsbevölkerung.
Die vorliegende Arbeit untersucht exemplarisch vier Partnerschaften von Migrantinnen, die durch unterschiedliche Muster der Eheanbahnung zustande kamen. Zu Wort kommen zwei Frauen, die als Heiratsmigrantinnen aus der Türkei in ein schwäbisches Dorf kamen, und zwei Töchter türkischer Arbeitsmigranten, die mit Männern aus dem Herkunftsland verheiratet sind. Die Autorin fragt, welche Erfahrungen sie in ihren Ehen gemacht haben und welche Vorstellungen von Autonomie und Abhängigkeit ihr Denken und Handeln leiten. In der ethnographischen Nahsicht lösen sich die Schlagwörter und die ethno-zentrierten Erklärungsmodelle auf. |
Band 32
Sarah Kubin: Ritual der Individualisten. Eine ethnographische Studie zum Wandel des katholischen Gottesdienstes
2009 - 195 S. : Ill.
ISBN:
978-3-932512-51-3
15,50 Euro
TVV-Mitglieder: 10,08 Euro
|
Inhalt:
"Ritual der Individualisten" – ein provozierender Titel. Geht es in einem religiösen Ritual doch eigentlich um die kollektive Erfahrung, ja sogar um ein Aufgehen des Einzelnen in der Ritualgemeinschaft.
Aber die vorliegende Untersuchung zeigt: Im heutigen katholischen Sonntagsgottesdienst spielen individuelle Vorstellungen von einem gelungenen Ritual eine wichtige Rolle – sowohl auf Seiten der Gottesdienstbesucher als auch auf der Seite der zelebrierenden Priester. Werden die vielfältigen Erwartungen der Besucher nicht erfüllt, bleiben sie weg oder wechseln die Gemeinde. Entsprechen die rituellen Vorgaben nicht der persönlichen Sichtweise der Priester, werden Einzelheiten durchaus auch abgeändert.
Die ethnographische Studie der Kulturwissenschaftlerin Sarah Kubin beschreibt Gottesdienst-Situation und -Erleben in drei Stuttgarter Kirchengemeinden. Dabei arbeitet sie heraus, welch vielschichtiges Unterfangen diese kirchliche Zentralveranstaltung Sonntag für Sonntag ist. Die Arbeit stellt keinen Ratgeber für Priester und Gemeindemitglieder dar; sie gibt Denkanstöße und schärft den Blick auf das "eigene" Ritual. |
Band 31
Felicitas Hartmann :
Augenlust und Gaumenfreuden. Zum Wert- und Gebrauchswandel von Springerlesmodeln
2007 - 152 S. : Ill.
ISBN: 978-3-932512-45-2
12,80 Euro
TVV-Mitglieder: 8,32 Euro |
Inhalt:
Im Mittelpunkt dieser ethnographischen Studie steht die soziale Biographie eines klassischen volkskundlichen Objekts. Nachgezeichnet wird der Umgang mit den hölzernen Springerlesmodeln von ihrer Funktion als Backform über ihre Umwertung zur Antiquität bis hin zum „emotionalen Ding“ mit individuellen Nutzungsweisen und Bedeutungen. Was steckt hinter dem aktuellen Trend, der „Mode des Modelns“? Und wie wird der aktive Einsatz originaler sowie originalgetreu nachgebildeter Springerlesmodel zu einem Stück Identitätsfindung ihrer Besitzer? Mithilfe von Alltagsbeobachtungen, von Recherchen im Kunsthandel und im Museum wird die Musealisierung der Model als ein für unsere Gegenwart bezeichnendes Kulturmuster beschrieben. |
Band 30
Die kulturelle Seite des Antisemitismus zwischen Aufklärung und Shoah / hrsg. von Andrea Hoffmann ...
2006 - 341 S. : Ill.
(Studien und Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität
Tübingen; 30)
ISBN
3-932512-41-3
Euro 20,00
TVV-Mitglieder: Euro 13,00 |
Inhalt:
Die Publikation geht auf die internationale Tagung "Die kulturelle Seite des Antisemitismus zwischen Aufklärung und Shoah" am Ludwig-Uhland-Institut in Tübingen zurück, die im Oktober 2004 in Kooperation mit dem Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism an der Hebrew University in Jerusalem (SICSA) veranstaltet wurde.
Die deutschen und englischsprachigen Beiträge untersuchen exemplarisch Aspekte der kulturellen Seite des Antisemitismus zwischen dem späten 18. und dem 20. Jahrhundert in Zentraleuropa. Thematisiert werden nicht nur kultur- und geistesgeschichtliche Grundlagen des modernen Antisemitismus, die Tradition und Wirkungsmacht antijüdischer Bilder, Stereotype und Codes, sondern auch alltägliche und diskursive Formen der Judenfeindschaft und Reaktionen von jüdischer Seite auf den Antisemitismus. Als internationaler und interdisziplinärer Forschungsaustausch können die Tübinger kulturwissenschaftlichen Gespräche zu weiteren Diskussionen anregen. |
Band 29
|
Anne Juel Jensen: Mutterpflicht und Mütterwünsche.
Eine ethnographische Studie in einer schwäbischen Kleinstadt
2006 - 148 S. : Ill.
(Studien und Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität
Tübingen; 29)
ISBN
3-932512-35-9
Euro 12.00
TVV-Mitglieder: Euro 7.80 |
Klappentext:
Am Anfang stand ein Kulturschock: Die dänische
Sozialanthropologin Anne Juel Jensen konnte es kaum fassen, wie
viele junge Mütter in Deutschland keinem Beruf nachgingen.
Ihre Studie, durchgeführt in einer schwäbischen Kleinstadt,
spürt den Gründen für diesen Zustand nach. Sie zeigt,
dass nicht nur äußere Faktoren wie unzureichende Betreuungsangebote,
mangelnde Unterstützung durch die Ehemänner und soziale
Kontrolle die Mütter ans Haus binden, sondern hier auch eigene
Überzeugungen und eigene Wünsche eine Rolle spielen, die
oft mit Kindheitserfahrungen zu tun haben. Und sie zeichnet nach,
dass und warum sich Mutterpflicht und Mütterwünsche auch
im kleinstädtischen Milieu zu verändern beginnen. |
Band 28
|
Christian Marchetti:
Dreißig werden : ethnographische Erkundungen an einer Altersschwelle
2005 - 102 S. : Ill.
ISBN
3-932512-33-2
Druckausgabe vergriffen |
Klappentext:
Feiern oder flüchten? Der 30ste Geburtstag ist
für viele Betroffene kein harmloses Datum. Obwohl sich für
den Einzelnen an diesem Tag objektiv nichts ändert, scheint
er die Macht zu haben, gelinde Panik auszulösen, zumindest
jedoch zur kritischen Bilanz, zum biographischen Ruck herauszufordern.
In einer "dichten Beschreibung" zeigt der Autor, wie seine
Zeitgenossen diese Probleme bewältigen: wie der 30ste Geburtstag
als Hohefest des Individuums' zur rituellen Individualisierung
beiträgt und ein wenig Ordnung beim Einzelnen wie in der Gesellschaft
schafft. |
Band 27
|
Gudrun M. König (Hg.):
Alltagsdinge : Erkundungen der materiellen Kultur
2005 - 167 S. : Ill.
ISBN
3-932512-31-6
vergriffen |
Klappentext:
Um die Beziehungsgeschichte zwischen Menschen und
Dingen geht es in diesem Band, der das erste "Tübinger
kulturwissenschaftliche Gespräch" dokumentiert. Zu Ehren
von Gottfried Korff widmete es sich 2002 der sozialen und kulturellen
Existenzweise alltäglicher Dinge und Artefakte und diskutierte
ihre theoretische, historische und ethnographische Erkundung.
Der Band präsentiert Analysen materieller Kultur der Disziplinen
Soziologie (Elfie Miklautz), Ethnologie (Hans-Peter Hahn), Geschichtswissenschaft
(Dirk van Laak), Empirische Kulturwissenschaft/Volkskunde (Gottfried
Korff und Martin Scharfe) und Ethnologie française (Denis
Chevallier). Aus der Perspektive der kulturhistorisch-ethnographischen
Museen kommentiert Uwe Meiners die Diskussionen, und Andrea Hauser
resümiert die interdisziplinären Zugänge im Hinblick
auf eine Forschungsgeschichte materieller Kultur. |
Band 26
|
Matthias Badura:
" Herr, nimm du die Warzen mit!" : Laienmedizinische Praktiken
in einem Dorf auf der Schwäbischen Alb
2004 - 142 S. : Ill.
ISBN
3-932512-24-3
Euro 12.00
TVV-Mitglieder: Euro 7.80 |
Klappentext:
Alternative Therapien von der Steinheilkunde bis zur Irisdiagnose
haben Konjunktur. Auch die archaische Figur der Heilerin findet
im heutigen Gesundheitswesen ihren Platz. Dies Buch berichtet über
eine ältere Frau auf der Schwäbischen Alb, von der es
heißt, sie könne durch Gebete bei Vollmond Warzen verschwinden
lassen. Zu ihren Kunden zählen nicht nur Bauern und Handwerker,
sondern auch Akademiker. Und sie alle schwören keineswegs nur
auf alte Heilrituale, sondern konsultieren ganz selbstverständlich
auch die moderne Schulmedizin. Der Logik dieses scheinbar widersprüchlichen
Verhaltens sucht Matthias Badura auf die Spur zu kommen. |
Band 25
|
Guido Szymanska:
Welten hinter Glas : zur kulturellen Logik von Schaufenstern
2004 - 149 S.
ISBN
3-932512-26-X
Euro 12.00
TVV-Mitglieder: Euro 7.80 |
Klappentext:
Schaufensterdekorationen lassen sich nicht nur als Werbung lesen.
Sie sind auch Agenturen der Bewahrung, Transformation und Vermittlung
eines allgemein geteilten Wissens, da seine Plausibilität aus
historischen Imaginationen schöpft, im Reich des kulturellen
Unbewussten fortbesteht und nun Orientierungshilfe bei aktuellen
gesellschaftlichen Herausforderungen bietet. Der Autor beleuchtet
insbesondere die Symbolsystem von solchen Dekorationen, die auf
Fragen der Migration, der Biomedizin und der Globalisierung verweisen.
Dabei stößt er auf problematische Konterbande: auf koloniale
Herrschaftsfantasien und auf Rassemythen, die noch heute in der
alltäglichen "Ordnung der Dinge" weiterwirken. |
Band 24
|
Martina Schuster: Kampf um Respekt. Eine ethnografische Studie
über Sexarbeiterinnen
2003. - 130 S.
ISBN 3-932512-22-7
Euro 9.50
TVV-Mitglieder: Euro 6.18 |
Klappentext:
Als Prostituierte in unserer Gesellschaft zu leben, bedeutet zunächst
soziale Verachtung, den Verlust von Selbstbestimmung und die Verletzung
von Würde. Was oft unbeachtet bleibt, ist das Bemühen
vieler Sexarbeiterinnen um Respekt und Anerkennung, ihr Kampf gegen
traditionelle Moralvorstellungen und dür die Legitimität
ihrer Lebensform. Die Autorin der vorliegenden Studie ging während
ihrer Feldforschung bei der Selbsthilfe- und Beratungsstelle Kassandra
und im Nürnberger Prostitutionsmilieu der Frage nach, wie die
Handlungsbedingungen von Sexarbeiterinnen aussehen, und sie entdeckte
Strategien, mit denen sich Prostituierte trotz ihrer Stigmatisierung
Freiräume schaffen. |
Band 23
|
Renate Föll: Sehnsucht nach Jerusalem. Zur Ostwanderung
schwäbischer Pietisten
2002. - 245 S. : Ill.
ISBN 3-932512-16-2
Euro 15.50
TVV-Mitglieder: Euro 10.08 |
Klappentext:
Zu Anfang des 19. Jahrhunderts ging die pietistische Jerusalemsehnsucht
in eine Auswanderungsbewegung gen Osten über. Um 1817 suchten
Tausende von frommen Württembergern einen einstweiligen Aufenthaltsort
im Kaukasus.
Man träumte von einem Leben in religiöser Freiheit und
materiellem Wohlstand. Doch für die meisten Auswanderer endeten
die Hoffnungen in einer Katastrophe. Besser ging es denjenigen,
die ihr Jerusalem im eigenen Land, in dem 1819 vom König privilegierten
Korntal aufbauten.
Fölls mentalitätsgeschichtliche Studie geht die Wege und
Umwege des damaligen pietistischen Aufbruchs mit und verfolgt seine
Nachgeschichte bis in die Gegenwart. |
Band 22
|
Volkskunde `00. Hochschultagung und Fachidentität / Gudrun
M. König und Gottfried Korff (Hrsg.)
2001. - 208 S. : Ill.
ISBN 3-932512-14-6
Euro 14.50
TVV-Mitglieder: Euro 9.43 |
Inhalt:
Silke Göttsch: Kleine Fächer und Hochschulreformen;
Gottfried Korff: Zu Risiken und Nebenwirkungen;
Thomas Hengartner: "Kulturwissenschaftler sind wir alle",
Christel Köhle-Hezinger: Wozu Volkskunde?;
Martin Scharfe: Überlegungen zur Fachidentität;
Burkhart Lauterbach: Neue Studiengänge;
Christine Burkhardt-Seebass: Modularisierung - Vorwand, Puzzlespiel
oder neue Ordnung?
Ruth E. Mohrmann: Chancen und Risiken neuer Finanzierungssysteme;
Wolfgang Kaschuba: Das Geld und die Kulturwissenschaften;
Utz Jeggle: Die verlorene Spur. Zum Unbewußten in der
Volkskunde;
Orvar Löfgren: Life after Postmodernity: Volkskunde
in the New Economy;
Reinhard Johler: Ach Europa! Zur Zukunft der Volkskunde;
Heidrun Alzheimer-Haller: Namengebung und Reformbestrebungen;
Carola Lipp: Bachelor - und Masterstudiengänge in der
Volkskunde? |
Band 21
|
Thomas Krebs: Platzverweis. Städte im Kampf gegen Außenseiter
2001. - 163 S. : Ill.
ISBN 3-932512-11-1
Euro 13.50
TVV-Mitglieder: Euro 8.78 |
Klappentext:
Platzverweise für Wohnungslose, Stadtverbote für Punks,
Sperrbezirke für Drogensüchtige: Mit technischen und juristischen
Vorkehrungen sucht man die Aussenseiter unserer Gesellschaft aus
den herausgeputzten Innenstädten zu vertreiben.
Die vorliegende Studie behandelt solche Praktiken am Beispiel Stuttgarts.
Sie verbindet Diskursanalyse, (teilnehmende) Beobachtung und Interviews
- nicht nur mit Ordnungsbeamten und Sozialarbeitern, sondern auch
mit Drogensüchtigen und Wohnungslosen. Dabei kann sie zeigen,
daß die Parias auf die scheinbar perfekten Verdrängungsstrategien
ihre eigenen Antworten haben. |
Band 20
Ralf Grabowski: "Zünftig bunt und heiter". Beobachtungen
über Fans des volkstümlichen Schlagers
Der volkstümliche Schlager steht zweifellos im Fokus der Kritik: Seit Adorno wird an ihm und seinen Fans gern die Manipulationsabsicht der Kulturindustrie beschrieben. Nicht selten werden seine Anhänger als Abhängige charakterisiert, die sich durch einfache Harmonien und trostspendende Melodien Halt verschaffen wollen in unsicheren Zeiten.
Der Autor ergänzt dieses Bild um neue Facetten. Die in Fanclubs organisierten Anhänger werden dabei als Swinger beschrieben, die nach den Mustern des aktiven Konsums taktisch an das Produkt „Volkstümlicher Schlager” herangehen.
Und das heißt: Sie bauen diese Musik als Teilstück in ihr Biographiepuzzle ein. Für sie sind die Kon-zerte lediglich Mittel zum Zweck der actionorientierten Freizeitgestaltung. Die Bindung an eine bestimmte Musikgruppe kann deshalb jederzeit widerrufen werden.
1999. - 170 S. : Ill.
ISBN 3-932512-04-9
EURO 12.50
TVV-Mitglieder: Euro 8.13
Band 19
Martina Blaschka: Tupperware als Lebensform. Die Schüssel, die
Party, die Beraterin; eine empirische Studie
Was macht eine Existenz als Tupperware-Beraterin attraktiv? Was ist das Besondere an einer Schüssel, die „Wonderbowl“ heißt und seufzt, wenn sie hermetisch dicht geschlossen wird?
Der nach amerikanischem Vorbild organisierte Firmenaufbau, das Image der weltweiten „Tupperfamilie“, der besonders umweltfreundliche Kunststoff, die luftdichte funktionale Ästhetik, die auf Haus- und Familienfrauen zugeschnittenen flexiblen Arbeitsbedingungen, der Ritualcharakter der Tupperparty, die persönliche Beratung im Wohnzimmer – all diese Erfolgsgeheimnisse der Tupperware werden in dieser Studie beleuchtet.
1998. - 208 S. : Ill.
ISBN 3-932512-00-6
EURO 14.50
TVV-Mitglieder: Euro 9.43
Band 18
Elisabeth Timm: Reaktionen auf die Reutlinger Geiselerschießungen
1945. Studie zum kollektiven Gedächtnis
Reutlingen April 1945. Die Franzosen marschieren in die Stadt ein. Unter nie geklärten Umständen kommt ein französischer Soldat ums Leben. Die Sieger-Armee nimmt vier Geiseln, die am 24. April erschossen werden. Wer hat die Männer benannt? Das ist die Frage, die die Stadt beunruhigt, aber auch für überregionale, ja internationale Aufmerksamkeit sorgt. Verdächtigt wird der von den Nazis verfolgte SPD-Politiker Oskar Kalbfell, der spätere Oberbürgermeister der Stadt.
Mit der hier vorgelegten Studie wird aber nicht eine Antwort auf die Frage ‘Wer war es wirklich?’ gesucht. Sie stellt die Reaktionen auf die Geiselerschießung ins Zentrum: Zeitungsberichte, Gerichtsverhandlungen, aber auch Gerüchte, Denkmäler und ihre Logik. Es geht weniger um Geschichte, sondern um die Bedeutung von Geschichte, die über das Ereignis erzählt und manchmal auch erfunden werden. Bei der Interpretation des Materials wird deutlich, daß zwei Themen zentral sind: nationalsozialistische Vergangenheit und die Macht eines Oberbürgermeisters.
1997. - 202 S. : Ill.
ISBN 3-925340-96-3
vergriffen
Band 17
Hardy Kromer: Adressat: Gott. Das Anliegenbuch von St. Martin Tauberbischofsheim
Der Markt der Bekenntnisse wächst und bietet immer neue Foren: In Fernseh-Talkshows feiert die Selbstoffenbarung geschwätzige Urstände, der verkabelte Mensch kann am heimischen Computer beichten – „online mit Jesus“. Weniger mediale Kompetenz erfordernd und deshalb viel mehr Menschen zugänglich ist ein relativ junges Angebot, mit dem Kirchen dem Trend zum Bekennen Rechnung tragen: In immer mehr Gotteshäusern liegen sogenannte Gäste – und Anliegenbücher aus. Darin legen Menschen ihre Sorgen und Nöte, ihre Wünsche und Befindlichkeiten offen – adressiert an den „lieben Gott“, aber für jedermann einsehbar. Diese Studie analysiert exemplarisch das Anliegenbuch einer Tauberbischofsheimer Pfarrgemeinde. Dabei spürt sie - aus kulturwissenschaftlicher Perspektive – dem Wandel popular-religiöser Andachts- und Bekenntnismuster nach und liefert zugleich frappierende Einblicke in zeitgenössische Mentalitäten.
1996. - 121 S. : Ill., graph. Darst.
ISBN 3-925340-95-5
EURO 9.20
TVV-Mitglieder: Euro 5.98
Band 16
Gisela Welz: Einkaufen. Konsumkulturen in der Region Tübingen
Die Konsumforschung spricht viel von der Manipulation der Konsumenten, sie problematisiert deren Kompetenz zur Produktwahl oder die Differenzierung lebensspezifischer Konsumpräferenzen. Die hier versammelten Beiträge suchen diese Perspektive zu ergänzen, indem sie den Einkaufsalltag und seine Akteure selbst zu Thema machen. Sie zeigen, daß Konsum viel mit Identität zu tun hat, daß eine solch alltägliche Handlung wie Einkaufen komplexe Fähigkeiten erfordert, die immer wieder aktualisiert werden müssen, daß Konsum Chancen zu Selbstverwirklichung und zur Kommunikation mit anderen bietet, aber auch, daß einzelne Gruppen in unserer Gesellschaft vom Konsumieren weitgehend ausgeschlossen sind.
1996. - 215 S.
ISBN 3-925340-94-7
vergriffen
Band 15
Franziska Roller : Hilfe als Herrschaft. Über den Umgang mit
Kranken in einer protestantischen Missionsanstalt
Das deutsche Lepraasyl Bethesda in der niederländischen Kolonie Surinam wurde 1899 von der Mission der Herrnhuter Brüdergemeinde gegründet. Im Gegensatz zu anderen Lepraasylen der Zeit wurde dort versucht, die kreolischen Kranken mittels einer „weichen” Strategie der Einbindung in herrnhutische Lebensprinzipien zu disziplinieren. Doch sind die Kranken nicht Opfer einer „totalen Institution“, sondern zugleich Akteure, welche im Rahmen oder auch unter Umgehung der Anstaltsvorschriften Handlugsmöglichkeiten nutzen und die Normen und Vorgaben der Anstalt zum eigenen Vorteil einsetzen. Die Studie analysiert überdies Ambivalenzen und Konflikte innerhalb des Missionspersonals. Sie beleuchtet die widersprüchliche Situation der Diakonissen als „Dienerinnen des Herrn”, Untergebene des Missionare und den Kranken dienende weiße Herrinnen.
1995. - 149 S. : Ill., Kt.
ISBN 3-925340-90-4
EURO 9.20
TVV-Mitglieder: Euro 5.98
Band 14
Barbara Lang: UnterGrund. Ethnographische Erkundungen in der Berliner
U-Bahn
U-Bahn – ein moderner Hades, eine Kleinbühne mit sehenswerten Auf-und Abgängen, das Adernetz der Metropole Berlin. . . Von solchen Assoziationen inspiriert, folgt die Studie auf verschiedenen U-Bahnlinien Berlins der Frage, inwiefern die Berliner Untergrundbahn eine eigene Welt darstellt, die auch eigenen Gesetzen der Wahrnehmung, des Verhaltens und Erlebens unterliegt.
1994. - 167 S. : Ill., graph. Darst.
ISBN 3-925340-88-2
vergriffen
Band 13
Stefan Beck: Nachmoderne Zeiten. Über Zeiterfahrungen und Zeitumgang
bei flexibilisierter Schichtarbeit
Über Zeiterfahrungen und Zeitumgang bei flexibilisierter Schichtarbeit
Die vorliegende Studie zeichnet am Beispiel der Einführung eines flexiblen Schichtmodells in der rund um die Uhr laufenden Halbleiterproduktion eines Büromaschinenherstellers die zeitkulturellen Auswirkungen ausgeweiteter Maschinenlaufzeiten für die Beschäftigten nach. Auf der Basis von qualitativen Interviews mit Beschäftigten dieser „Kontischicht“ wird in dieser Arbeit erstmals untersucht, wie die Arbeiterinnen mit den Belastungen und Chancen dieser neuen Arbeitszeitorganisation umgehen, wie sie ihre Freizeit gestalten und welche Erfahrungen sie mit der Entkoppelung von den Zeitmustern der Industriegesellschaft machen.
1994. - 192 S.
ISBN 3-925340-85-8
EURO 11.50
TVV-Mitglieder: Euro 7.48
Band 12
Ute Bechdolf u.a. (Hrsg.): Watching Europe. A media and cultural studies
reader; papers from two ERASMUS intensive programmes
A Media and Cultural Studies Reader
This book presents a bricolage, a cut'n'paste of ideas and insights from the field of media and cultural studies. It is a reflection of two conferences of the European Network for Media and Cultural Studies.
1993. - 324 S.
ISBN 925340-83-1
vergriffen
Band 11
Gottfried Korff und Hans-Ulrich Roller (Hrsg.): Alltagskultur passé?
Positionen und Perspektiven volkskundlicher Museumsarbeit
1993. - 259 S. : Ill.
ISBN 3-925340-81-5
vergriffen
Band 10
Bettina Heinrich und Christel Köhle-Hezinger (Hrsg.): Gestaltungsspielräume
für Frauen in Museum und Kulturforschung
Frauen, so macht dieser Tagungsband deutlich, geben Anstöße in traditionellen Bereichen der Bekleidungsforschung, erweitern mit ethnomethodologischen Absätzen die Forschungen zur Wohnkultur, ergänzen die klassische Hausforschung mit historisch-biographischen Zugangsweisen und analysieren die gesellschaftlichen Funktionen der neuen Medien; sie untersuchen die neuen Mittelschichten, hinterfragen kulturelle Muster der Mobilität und des Umgangs mit Fremden. Sie praktizieren, wenn auch vielfach außerhalb der Institutionen, zielgruppenzentrierte Ausstellungsgestaltung und erobern in interdisziplinären Projekten neue Gestaltungsspielräume auf Straßen, Wänden und Plätzen.
1992. - 336 S. : Ill.
ISBN 3-925340-78-5
vergriffen
Band 9
Jörg Kraus u.a. (Hrsg.): Wörter, Sachen, Sinne. Eine kleine
volkskundliche Enzyklopädie; Gottfried Korff zum Fünfzigsten
1992. - 183 S. : Ill.
ISBN 3-925340-75-0
vergriffen
Band 8
Ute Bechdolf: Wunsch-Bilder? Frauen im nationalsozialistischen Unterhaltungsfilm
Stars wie Zarah Leander, Marika Rökk, Grete Weiser und Marianne Hoppe faszinierten das deutsche Filmpublikum der dreißiger und vierziger Jahre, sie standen für lockere, leichte Unterhaltung. Die Autorin geht der Frage nach, worin die Funktion von populären Komödien, Revuefilmen und Melodramen im NS tatsächlich bestand: Sollte das im Krieg hauptsächlich weibliche Filmpublikum nur vom trostlosen Alltag abgelenkt werden, oder wirkte hier nicht doch ein ideologisch geprägtes Nazi-Amusement? Am Beispiel zweier Filmkomödien aus dem Jahr 1937, „Die göttliche Jette“ und „Capriolen“, wird nachgewiesen, daß auch im Nationalsozialismus Filme dann besonders erfolgreich waren, wenn sie die spezifischen Bedürfnisse und Probleme ihrer Zuschauerinnen aufgriffen und diskutierten.
1992. 143 S. : Ill., graph. Darst.
ISBN 3-925340-74-2
vergriffen
Band 7
Joachim Schlör: "In einer Nazi-Welt lässt sich nicht
leben". Werner Gross - Lebensgeschichte eines Antifaschisten
Werner Gross - Lebensgeschichte eines Antifaschisten
Peter Härtling schrieb 1987 an den Autor dieses Buches: „Ich habe Werner Gross flüchtig durch Fritz Ruoff gekannt, wie auch einige andere Nürtinger, die als Kommunisten während der Nazi-Zeit verfolgt wurden. Sie haben recht, die Kultur spielte für diese Menschen eine zentrale Rolle. Sie stillte ihren Hunger, verlieh ihnen Kraft und gab ihnen eine Geschichte. Die Stadt hat diese Männer vergessen. Es ist gut, daß Sie ihnen Ihre Arbeit widmen (. . .).“
1991. - 261 S. : Ill.
ISBN 3-925340-72-6
EURO 15.00
TVV-Mitglieder: Euro 9.75
Band 6
Frank Lang: Schreinerei Boos- Lebensspuren in Sachzeugnissen
Eine interpretierende Dokumentation der Hinterlassenschaft eines unzeitgemäßen Zeitgenossen
Im Jahr 1987 wurde dem Museum für Volkskultur in Württemberg eine komplette Schreinerei angeboten. Sie entpuppte sich als eine Werkstatt, deren Werkzeuge überwiegend aus dem 19. Jahrhundert stammen. In der vorliegenden Untersuchung werden nicht nur diese Arbeitsmittel dokumentiert und mit zahlreichen Bildern vorgestellt. Frank Lang gelingt es darüber hinaus, in dem verlassenen Haus, in der hinterlassenen Buchführung, an Werkzeug, Möbeln und in Zeichnungen die Spuren des Lebens dieses Schreiners zu entdecken und festzuhalten – eines Sonderlings, der zeitlebens versuchte, in der modernen industriellen Welt vergangene Lebens- und Arbeitsweisen weiterzuleben.
1990. - 148 S. : Ill.
ISBN 3-925340-66-1
EURO 8.80
TVV-Mitglieder: Euro 5.72
Band 5
Hermann Bausinger (Hrsg.): Redeweisen. Aspekte gesprochener Sprache.
Festgabe für Arno Ruoff
Die Festgabe für den Sprachforscher Arno Ruoff versammelt Aufsätze aus der Feder namhafter Dialektforscher. Zum Beispiel: Ulrich Ammon: Zur sprachlichen Integration der Schwaben im Ruhrgebiet. - Hermann Bausinger: über die Reichweite von Mundarten. – Helmut Dölker: Mundartaufnahmen vor bald 100 Jahren. – Werner König: Ein Stück Volkslinguistik. – Konrad Köstlin: Dialekt als Fachsprache. – Elmar Seebold: Was tun mit Sprichwörtern?
1990. - 208 S. : Ill.
ISBN 3-925340-65-3
EURO 12.80
TVV-Mitglieder: Euro 8.32
Band 4
Gertrud Dörfflinger und Hans-Joachim Althaus: Mössingen.
Arbeiterpolitik nach 1945
Die Studie knüpft eng an eine ältere Untersuchung des Ludwig-Uhland-Instituts an: das Buch „Da ist nirgends nichts gewesen außer hier. Das ,rote Mössingen‘ im Generalstreik gegen Hitler.“ Hier wird nun gezeigt, welche Konsequenzen der Mössinger Generalstreik und die folgenden Jahre des Nationalsozialismus für den Neubeginn nach 1945 hatten – für die Konzeption der örtlichen Arbeiterbewegung wie für die politische Kultur des Dorfes insgesamt. Gestützt auf biographische Interviews mit Zeitzeugen wie auf archivalische Quellen werden die Kontinuitäten und Diskontinuitäten dörflicher (Arbeiter-)Politik dargestellt.
1990. - 265 S. : graph. Darst.
ISBN 3-925340-63-7
EURO 12.50
TVV-Mitglieder: Euro 8.13
Band 3
Sabine Kienitz: Unterwegs. Frauen zwischen Not und Normen; Lebensweise
und Mentalität vagierender Frauen um 1800 in Württemberg
Eine alte Frau wird ermordet aufgefunden, die mutmaßliche Mörderin vor Gericht gestellt und auf dem Calwer Marktplatz öffentlich hingerichtet. Mordprozeß und Todesurteil aus dem Jahre 1817 bilden jedoch nur den Ausgangspunkt der vorliegenden Fallstudie. Exemplarisch werden anhand der Lebensgeschichte der Vagantin und Bettlerin Gertrud Pfeiffer, ihrer Familie sowie des Opfers Organisationsformen, soziale Überlebenstechniken und familiäre Lebensformen der ,Menschen auf der Straße‘ unter geschlechtsspezifischen Aspekten entschlüsselt.
1989. - 166 S. : Ill.
ISBN 3-925340-61-0
EURO 9.20
TVV-Mitglieder: Euro 5.98
Band 2
Eberhard Wolff: Gesundheitsverein und Medikalisierungsprozess. Der
Homöopathische Verein Heidenheim/Brenz zwischen 1886 und 1945
Der Homöopathische Verein Heidenheim/Brenz zwischen 1886 und 1945
Im Zuge der medizinischen Reformbewegung entstanden im 19. Jahrhundert zahlreiche „Hygienische Laienvereine“. Der noch heute bestehende Homöopathische Verein Heidenheim ist einer der wichtigsten Vertreter dieser Entwicklung. Wolffs Studie, die Vereinsziele und Vereinspraxis über sechzig Jahre hinweg, bis zum Ende des Nationalsozialismus, nachzeichnet, bietet eine exemplarische Darstellung des Verhältnisses von Schul-, Laien- und Alternativmedizin.
1989. - 239 S. : graph. Darst. , Kt.
ISBN 3-925340-60-2
EURO 15.00
TVV-Mitglieder: Euro 9.75
Band 1
Julian Aicher u.a. (Mitarb.), Christel Köhle-Hezinger u.a. (Hrsg.):
Kultur im ländlichen Raum. Eine Konzeption
Eine Konzeption, verfaßt im Auftrag des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Baden-Württemberg
Eine Studie über Probleme, die in vielen Schriften über „ländliche Kultur“ ausgespart bleiben: Es geht hier weniger um Traditionsvereine, um die Kirche, um Brauch im Jahreslauf, sondern um Volkshochschulen und Bibliotheken, um innovative Musik-, Theater- und Museumsaktivitäten auf dem Lande, um neue Ansätze der Kulturarbeit von Frauen, von Jugendlichen, von Ausländern . . .
1989. - 112 S. : Ill.
ISBN 3-925340-59-9
EURO 9.20
TVV-Mitglieder: Euro 5.98 |