Tübinger Vereinigung für Volkskunde e.V. (TVV)
Aktuelles
Wir bieten ein weiteres vergriffenes Buch als Download an: Die kulturelle Seite des Antisemitismus zwischen Aufklärung und Shoah / hrsg. von Andrea Hoffmann u.a., 2006
Deutscher Fotobuchpreis in der Kategorie Fotogeschichte in Silber für Ulrich Hägele: Foto-Ethnografie. Die visuelle Methode in der volkskundlichen Kulturwissenschaft,
erschienen im TVV Verlag, Tübingen
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Neuerscheinungen
2011
Kaspar Maase: Das Recht der Gewöhnlichkeit. Über populäre Kultur
(Untersuchungen des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen
; 111)
2011 - 348 S. : Ill.
978-3-932512-68-1
23,00 Euro
TVV-Mitglieder:
14,95 Euro |
Inhalt:
„Das Recht der Gewöhnlichkeit“ – der Titel dieses Bandes steht für das wissenschaftliche Programm Kaspar Maases und seinen ethnographischen Blick auf die Ästhetiken des Populären. Die hier vorgeschlagene Lesart populärer Kultur stellt nicht Produkte und Medien in den Mittelpunkt, sondern nimmt Ausgang bei den Subjekten und ihren Praktiken. Sie legt symbolisches und leibhaftes Aufbegehren genauso frei wie das genussorientierte Erleben im Alltag – und sie spannt dabei den Bogen von Fragen der Amerikanisierung über die Welt der „Schundliteratur“ bis zur Haltung der Intellektuellen gegenüber dem Populären. |
Andrea Hoffmann: Schnittmengen und Scheidelinien. Juden und Christen in Oberschwaben
(Untersuchungen des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen
; 110)
2011 - 327 S. : Ill.
978-3-932512-69-8
22,00 Euro
TVV-Mitglieder:
14,30 Euro |
Inhalt:
In der oberschwäbischen Stadt Buchau lebte im 19. und frühen 20. Jahrhundert eine der größten jüdischen Gemeinden Württembergs. In einer historischen Ethnographie rekonstruiert Andrea Hoffmann die lokale Beziehungsgeschichte von Juden, alteingesessenen Katholiken und neu hinzugekommenen Protestanten. Mit einem Blick für das aufschlussreiche Detail spürt sie den Verhältnissen und Verhaltensweisen auf wirtschaftlicher und politischer, auf konfessioneller und alltagskultureller Ebene nach. Dabei entwirft sie das Bild eines mühsamen, auf vielen Ebenen durchaus erfolgreichen Kampfs der jüdischen Buchauer um Partizipation und Anerkennung, macht jedoch gleichzeitig auf weiterbestehende und neuentstehende Spaltungen aufmerksam, die sich nicht zuletzt im Sprechen über Juden manifestieren. |
Löber, Nils: In den Unterwelten des Web 2.0. Ethnographie eines Imageboards
(Studien und Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen
; 41)
Veröffentlicht auf dem Hochschulschriftenserver der Universität Tübingen - TOBIAS-lib |
Inhalt:
In netzpolitischen Debatten wird häufig das Internet als „rechtsfreier Raum“ beschworen. In der vorliegenden Arbeit wird anhand einer Spezialform von Internetforen - sogenannter Imageboards - untersucht, welche Diskurse und Praktiken sich tatsächlich in einem auf vollständige Anonymität und weitgehende Regellosigkeit stützenden Kommunikationsraum ausbilden können. Zu Tage treten hierbei neben symbolischen Exzessen im
Bereich Gewalt und Pornografie auch unerwartete Formen insbesondere männlicher Solidarität und reichhaltiger popularer Kreativität. |
Claudia Schlager: Kult und Krieg. Herz Jesu – Sacré Cœur – Christus Rex im deutsch-französischen Vergleich 1914–1925
(Untersuchungen des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen
; 109)
2011 - 527 S. : Ill.
978-3-932512-67-4
30,00 Euro
TVV-Mitglieder:
19,50 Euro |
Inhalt:
Die Herz-Jesu-Verehrung besaß im Ersten Weltkrieg ein hohes Mobilisierungspotential. In Deutschland und in Frankreich fanden 1915 große Feiern statt, welche diesen transnationalen Kult mit nationalen Siegesvorstellungen verknüpften. Claudia Schlagers kulturhistorische Studie analysiert die Verbindungen zwischen Kriegserfahrung und Religion sowie den Wandel der Herz-Jesu-Verehrung zum Christkönigskult nach 1918. Mit ihrem Fokus auf den Todeserfahrungen des Ersten Weltkriegs bietet sie einen Schlüssel zum Verständnis der Konjunkturen und Krisen von Religion als Sinnstiftungsagentur. |
2010
Projektgruppe des Ludwig-Uhland-Instituts: Meier. Müller. Shahadat. Migranten bei der Feuerwehr und dem Roten Kreuz
2010 - 134 S. : Ill.
ISBN
978-3-932512-66-7
Druckausgabe vergriffen |
Inhalt:
Nur wenige Migranten haben bisher zur Freiwilligen Feuerwehr oder zum Roten Kreuz gefunden. Nicht Mauern behindern das Zusammenfinden, sondern Stolpersteine: Wissensmängel, Unsicherheiten, Fehleinschätzungen, aber auch Stereotypen, Ungeschicklichkeiten, mangelndes Einfühlungsvermögen. Im Einzelnen ist das alles nicht spektakulär, aber es läppert sich zusammen. Die hier vorgelegte Broschüre aus dem Tübinger Ludwig-Uhland-Institut berichtet detailliert über die Situation vor Ort – und macht Vorschläge, wie man sie verbessern könnte. |
Isabel Dean: Die Musealisierung des Anderen. Stereotype in der Ausstellung „Kunst aus AFRIKA“
(Studien und Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen
; 39)
2010 - 160 S. : Ill.
ISBN
978-3-932512-60-5
14,00 Euro
TVV-Mitglieder:
9,10 Euro
|
Inhalt:
Ethnologische Ausstellungen werben für ein besseres Verständnis fremder Kulturen. Sie haben dabei immer wieder zu prüfen, inwieweit sie sich selbst von stereotypisierenden und rassifizierenden Vorstellungen gelöst haben. Die vorliegende Arbeit analysiert die Ausstellung „Kunst aus AFRIKA“ des Berliner Ethnologischen Museums und fragt, wie weiße Europäerinnen als das „Andere“ vorstellen.
Mittels einer „Dichten Beschreibung“ zeichnet die Autorin besonders aussagekräftige Displays und Objektarrangements nach und arbeitet mögliche Lesarten der Ausstellung heraus. Sie zeigt dabei exemplarisch die Schwierigkeiten und die Möglichkeiten musealer Präsentation auf, in einen „intelligenten Grenzverkehr mit dem Fremden“ (Sloterdijk) zu treten. |
Reinhard Johler/Felicia Sparacio (Hg.): Abfahren. Ankommen. Boschler sein. Lebensgeschichten aus der Arbeitswelt
2010 - 372 S. : Ill.
ISBN
978-3-932512-65-0
24,00 Euro
TVV-Mitglieder: 15,60 Euro |
Inhalt:
In diesem Ausstellungskatalog wird die Geschichte von neunzehn Männern und Frauen gezeigt. Als „Gastarbeiter“ sind sie zwischen 1960 und 1980 aus Italien, Griechenland, dem früheren Jugoslawien und der Türkei nach Deutschland gekommen. Sie gehören damit zur „ersten Gastarbeiter-Generation“ – und sie sind im Laufe ihres Lebens im Werk in Stuttgart-Feuerbach zu „Boschlern“ geworden. Dieser Weg wird in Lebensgeschichten, in Bildern und in Abhandlungen vorgestellt und analysiert. Dabei steht als leitende Frage im Vordergrund, was der Robert Bosch GmbH als Wert wichtig ist: Wie kann kulturelle Vielfalt in der Arbeitswelt, „unten“ – am Fließband sozusagen – produktiv gestaltet werden und von Nutzen sein?
"Abfahren. Ankommen. Boschler sein. Lebensgeschichten aus der Arbeitswelt“ ist ein gemeinsames Projekt der Historischen Kommunikation der Robert Bosch GmbH und des Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen. |
Tanja Alexandra Küchle: Erlebensraum Festival. Ethnographische Erkundungen auf dem Southside Festival in Neuhausen ob Eck
(Studien und Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen
; 40)
2010 - 233 S. : Ill.
ISBN:
978-3-932512-64-3
Euro 17,00
TVV-Mitglieder: Euro 11,05
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Inhalt:
Raum wird von Menschen gemacht, auch der Raum eines Festivals. Er ist ein Erlebnisraum – und einer kleinen Stadt sehr ähnlich. Es gibt eine Infrastruktur, klare Regeln und Gesetze sowie rund fünfzigtausend Menschen, die verschiedenen Gruppen angehören. Veranstalter bauen das Festival auf und halten es am Laufen. Besucher geben sich der Livemusik hin und feiern ausgelassen ihre Auszeit vom Alltag. Nicht selten verstoßen sie dabei gegen die ein oder andere Regel des Festivalraums.
Diese Ethnographie beruht auf der Feldforschung auf dem Southside Festival 2008 in Neuhausen ob Eck. Sie untersucht, wie der Raum dieses Rockmusikfestivals durch das Doing Space der verschiedenen Akteure zustande kam. Wie gestaltet sich der Erlebnisraum ‚Southside’ für die Veranstalter und für die Besucher? Wer hat die Macht der räumlichen Gestaltung?
Diese Arbeit verbindet Festforschung und Raumforschung. Die Basis dafür ist ein relationaler, phänomenologisch erweiterter Raumbegriff. |
Rromänien. Zugänge zu den Roma in Siebenbürgen
2010 - 109 S. : Ill.
(Tübinger Korrespondenzblatt ; Nr. 60)
Euro 8,00
TVV-Mitglieder: Euro 5,20
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Inhalt:
Reinhard Johler: "Sinti und Roma und Wir" - und auch: die Empirische Kulturwissenschaft
Moritz Fischer/Christine Hämmerling/Jan Hinrichsen: Sich ein Bild machen: über Roma
Joachim Krauß: Roma in Siebenbürgen - ein "Homeland" für "Zigeuner"?
Iulia-Karin Patrut: "Unsichtbare Menschen", "Roma-Paläste" und Fallstricke der Repräsentation. Zur wissenschaftlichen und publizistischen Darstellung von Roma in Rumänien
Wolfgang Aschauer: Wer ist Roma? Aspekte gesellschaftlicher Beziehungen
Moritz Fischer/Christine Hämmerling/Jan Hinrichsen: Imagining Roma - Feldforschung im Bilderwald
Interview mit Luminita Cioaba
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Leonie Fuchs: Räume, zurechtgemacht und zurechtgelebt. Eine empirische Studie zur schulischen Raumkultur
(Studien und Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen
; 38)
2010 - 196 S. : Ill.
ISBN:
978-3-932512-62-9
15,50 Euro
TVV-Mitglieder: 10,08 Euro
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Inhalt:
Zur Alltagskultur gehört auch die Raumkultur, das Zusammenwirken von Menschen und ihrer baulichen Umgebung. Die theoriegeleitete Ethnographie von Leonie Fuchs beleuchtet das Leben einer Schulgemeinschaft mit ihrem Schulgebäude. Sie lässt Lehrer, Eltern, den Hausmeister, vor allem aber auch die Schüler zu Wort kommen. Dabei geht es um Zugangsmöglichkeiten, um Kontrolle und Raumgestaltung.
Die Studie macht deutlich, wie sich in der Raumnutzung und Raumdeutung zwischenmenschliche Phänomene, etwa Interessengegensätze und Missverständnisse spiegeln. Und sie zeigt, welch große Bedeutung Grund- wie Hauptschüler ihrer schulischen Umgebung beimessen: Sowohl die Sprachkompetenz, mit der sie Einblick in ihre Raumbezüge geben, als auch die Fundiertheit ihrer Veränderungsvorschläge ist frappierend. |
Downloads vergriffener Bände
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