Homepage des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen
 
Homepage der Tübinger Vereinigung für Volkskunde e.V.
HomepageVerein und VerlagTVV-Publikationen Sitemap
Aktuell

 

 

 

bild
 
   
Druckversion dieser Seite
   
   

[back]

Tübinger Vereinigung für Volkskunde e.V. (TVV)

Die Tübinger Vereinigung für Volkskunde e.V. (TVV) ist Preisträger des

"Deutschen Fotobuchpreises 2009",

vergeben vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels.
Mit einer Silbermedaille in der Kategorie "Fotogeschichte" ausgezeichnet wurde das Buch Foto-Ethnographie. Die visuelle Methode in der volkskundlichen Kulturwissenschaft.
Autor: Ulrich Hägele,
Gestaltung: Manuela Siegert.

Deutscher Fotobuchpreis

Honoriert werden beim Deutschen Fotobuchpreis

  • fotografische Qualität,
  • ästhetischer Gesamteindruck sowie die
  • fototechnische und fotogeschichtliche Leistung.

 

Deutscher Fotobuchpreis 2009

Dr. Ulrich Hägele und Prof. Dr. Bernd Jürgen Warneken nehmen die Auszeichnung in Silber für den Titel "Foto-Ethnographie" entgegen

Deutscher Fotobuchpreis 2009

Das Cover

 

Begründung der Jury:

Ulrich Hägeles Buch ist die erste deutschsprachige Untersuchung des Themas in diesem beeindruckenden Umfang – für die Jury Grund genug, sie auszuzeichnen. Beim Lesen und Anschauen stieß die Jury auf eine besonders interessante Stelle, die ahnen lässt, was es mit der Eigenart von Fotografie als historischer Quelle auf sich hat. Bezeichnenderweise wurde sie beim ersten Blick überhaupt nicht als Fotografie wahrgenommen – es handelt sich nämlich um nichts weiter als die Fotokopie eines amtlichen Schriftstückes, verfasst am 30. Juni 1938 von der Generaldirektion der Staatlichen Museen Berlin, adressiert an die Verwaltung des Volkskundemuseums.  Doch bevor Ulrich Hägele diese Fotokopie zeigt, erklärt er sie haargenau. Er zitiert den Wortlaut: „An alle Gefolgschaftsmitglieder. Ich habe leider Veranlassung darauf hinzuweisen, dass es eines artbewussten Deutschen unwürdig ist, sich von einem jüdischen Arzt behandeln zu lassen. Gegen Gefolgschafts-mitglieder, welche diese Forderung nicht beachten, werde ich unnachsichtig einschreiten. Ich gebe bekannt, dass der Zahnarzt Dr. Walter Oscher, Berlin, Neue Promenade 7, Jude ist.  - Im Auftrag gezeichnet Dr. Gierlich.“ Es folgt eine Liste mit 45  getippten Nachnamen der Museumsangestellten, die alle unterzeichnet haben, an erster Stelle Direktor Konrad Hahm. Erst NACH dieser detaillierten Beschreibung zeigt Ulrich Hägele nun endlich die Reproduktion des Dokuments. Und  man sieht: der Name des Direktors ist von Hand unterstrichen, seine Unterschrift mit energischen Linien per Füller demonstrativ raumfüllend.  Die Untergebenen dagegen verwenden dünnere Stifte, manche huschen nur ein Kürzel hin, andere üben sich in stocksteifer Schönschrift. Man stelle sich vor, wie dieses Blatt im Museum rundging, wer es wie unterschrieben hat, mit welchen Gesten, Minen, Kommentaren und Gedanken ... und auf einmal wird begreiflich, dass es ein Bild ist, auf das man schaut, und dass nur das fotografische Bild diese suggestive Kraft entfaltet.

Die preisgekrönten Bände gehen nun auf Ausstellungstournee. Stationen sind u.a. das Goethe-Institut in Bratislava, die Bodenseemesse in Friedrichshafen, die Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin sowie die Frankfurter Buchmesse 2009.

[TVV | Aktuelles | Deutscher Fotobuchpreis 2009]

Webmaster / Stand: 27.11.2008 | Sitemap